«Das ganze leben»

... ist der Wahlspruch, der unser Logo begleitet und der sich, je nach Lesart, anders verstehen lässt. Wir wollen Mut machen, «das Ganze (Leben zu) leben». Denn wir sind der Überzeugung, dass auch der letzte Abschnitt des Lebens zum Menschsein gehört und eine Persönlichkeit weiter reifen lässt. Viele Ehrenamtliche mit Erfahrung bestätigen diesen Effekt: Hospizarbeit ist Lebensschule für alle Beteiligten. Wer hier einbezogen ist, Begleiter wie auch Angehörige, lernt Abschiede zu verarbeiten und das eigene Leben intensiver und bewusster zu leben.

     Der Satz spiegelt gleichzeitig die Breite des geplanten Angebots wider: Im Hospiz Zentralschweiz soll «das ganze Leben» Platz haben, Freude ebenso wie Trauer, die auch der Sterbende zu bewältigen hat; Zorn, Hilflosigkeit und Angst. Wir wollen dem etwas entgegensetzen: Sicherheit, Geborgenheit, Gehörtwerden, medizinisch-pflegerische wie auch seelisch-existenzielle Begleitung und Unterstützung, für den Bewohner wie auch seine Angehörigen. Alles, was für diesen Menschen dazu gehört, dass er sich heimisch und getragen fühlt – bis zu seinem treuen Begleiter auf vier Pfoten – soll in diesem Haus Platz haben.

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18 Monate planen – die Renggli AG hisst die Segel

Nach 18 Monaten ist die Planung abgeschlossen. Die Zeit war geprägt von regem Austausch, Lernprozessen und dem umsichtigen Umgang mit Schützenswertem.

Das Gebäude an der Gasshofstrasse 18 in Luzern wurde im Jahr 1960 vom Architekten Josef Gasser entworfen. In seiner Architektur liess er sich von Frank Lloyd Wright inspirieren, einem amerikanischen Architekten, der Räume für das Leben baute: Eine schönere Brücke könnten wir nicht schlagen zum Zweck, für den das Haus jetzt gedacht und geplant ist. Diese Planung dauerte rund 18 Monate. Die Mitarbeiter der Renggli AG hatten die Fäden in der Hand, koordinierten die anspruchsvollen Fachgebiete und beteiligten Partner umsichtig. Das planende Architektenteam besteht aus Martin Stieme, Renggli AG und Christian Zimmermann, Hochschule Luzern. Für das stimmungsvolle und ansprechende Interieur zeichnet sich die Innenarchitektin Dagmar Hächler von HAMOO verantwortlich und als Bauherrenberater HOZS amtet August Keller. Enge Zusammenarbeit mit Behörden und Denkmalschutz Während der Planungsphase haben wir eng mit den bewilligenden Behörden für eine Institution mit Pflegeheimstatus kooperiert. Mit dem Denkmalschutz des Kantons Luzern befanden wir uns in regem Austausch, denn die Frage nach dem Umgang mit dem bestehenden Gebäude mit seiner schützenswerten Einzigartigkeit war anspruchsvoll und gleichzeitig wertvoll. Die herausragenden Qualitäten des Hauses haben wir über diese lange Zeit sehr gut kennen und schätzen gelernt. Eine weitere Herausforderung stellte der Platzbedarf des Brückendienstes der Spitex Stadt Luzern dar. Die Organisation braucht Räumlichkeiten, die in das Haus integriert sind; eine Anforderung, die von den Architekten hervorragend gelöst wurde.


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