«Das ganze leben»

... ist der Wahlspruch, der unser Logo begleitet und der sich, je nach Lesart, anders verstehen lässt. Wir wollen Mut machen, «das Ganze (Leben zu) leben». Denn wir sind der Überzeugung, dass auch der letzte Abschnitt des Lebens zum Menschsein gehört und eine Persönlichkeit weiter reifen lässt. Viele Ehrenamtliche mit Erfahrung bestätigen diesen Effekt: Hospizarbeit ist Lebensschule für alle Beteiligten. Wer hier einbezogen ist, Begleiter wie auch Angehörige, lernt Abschiede zu verarbeiten und das eigene Leben intensiver und bewusster zu leben.

     Der Satz spiegelt gleichzeitig die Breite des geplanten Angebots wider: Im Hospiz Zentralschweiz soll «das ganze Leben» Platz haben, Freude ebenso wie Trauer, die auch der Sterbende zu bewältigen hat; Zorn, Hilflosigkeit und Angst. Wir wollen dem etwas entgegensetzen: Sicherheit, Geborgenheit, Gehörtwerden, medizinisch-pflegerische wie auch seelisch-existenzielle Begleitung und Unterstützung, für den Bewohner wie auch seine Angehörigen. Alles, was für diesen Menschen dazu gehört, dass er sich heimisch und getragen fühlt – bis zu seinem treuen Begleiter auf vier Pfoten – soll in diesem Haus Platz haben.

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Aktueller Stand -
Oktober 2017

Seit dem Erhalt des Pflegeheimstatus im Februar dieses Jahres stehen Finanzierung und Planung am Gebäude im Mittelpunkt der Projektarbeit.

Zum Stand der Planung

Die Renggli AG aus Sursee wurde im Frühjahr als Generalplanerin eingesetzt. Seither erarbeitet dort ein Team aus Architekt und Projektleiter die Pläne für den Umbau des alten Gebäudeteils sowie für den Anbau, der auf dem Grund des grosszügigen Gartens entstehen soll. Für die geplante Holzbau-Konstruktion ist Renggli mit seiner langjährigen Erfahrung ein kompetenter Partner.

Die Planung des Raumkonzepts und der künftigen Wege im Hospiz erfolgt in enger Abstimmung mit den künftigen Mitarbeitenden: Pflegefachpersonen, der künftige Küchenchef und die übrigen Teammitglieder werden immer wieder zu den neuesten Lösungsansätzen befragt. Es gilt, einen möglichst guten Kompromiss zu finden zwischen hoher Funktionalität, wohnlicher Atmosphäre und einem vernünftigen Kostenrahmen. Auch die Aussengestaltung wird bereits mit einbezogen.

Da das Gebäude, das 1960 im Stil des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright erstellt wurde, als schützenswert gilt, besteht bereits ein enger Austausch mit den für das Bewilligungsverfahren massgeblichen Behörden.  

Finanzierung

Die Renovation und Erweiterung der Liegenschaft an der Gasshofstrasse 18 in Luzern wird rund 7 Mio. Franken kosten. Für die Freigabe des Spatenstichs nach Eintreffen der Baubewilligung 2018 muss die Finanzierung gesichert sein. Deshalb arbeitet die Stiftung mit Nachdruck daran, Private und Stiftungen für Beiträge zu gewinnen.

Diesem Ziel dient auch die Kampagne anlässlich des Welthospiztages 2017: Sie weist auf das entstehende Hospiz hin, erklärt seine Notwendigkeit zur Schliessung bestehender Versorgungslücken und ruft zu Spenden auf. Hospize sind in der gesamten Schweiz auf Solidarität und breite Unterstützung der Bevölkerung angewiesen: als Haus von uns allen für uns alle.